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Referentinnen und Referenten der Fachtagung
Hans Schöbel, Würzburg Sonderschulrektor, Direktor des Zentrums für Körperbehinderte, Würzburg-Heuchelhof, Präsident und Gründungsmitglied der Internationalen Frostig- Gesellschaft e.V., Würzburg, Tel.: 0931/6675350, Fax: 0931/661355, www.frostig-gesellschaft.de
Prof. Dr. phil. habil. Dr. rer. nat. Dr. theol. et scient. patr. h.c. Helmut Zöpfl, München Institut für Schulpädagogik und Grundschuldidaktik an der Ludwig-Maximilians-Universität, Lehrstuhl für Schulpädagogik, München Tel.: 089/21805132, Fax: 089/21805001, e-mail: zoepfl@schedo.uni-muenchen.de
Dr. phil Ingeborg Milz, Offenbach a.M. Dipl.-Pädagogin, Gründerin der privaten Marianne Frostig Schule, Tel.: 069-83837960, Schule als Lebensraum e.V., Mitglied des Lehrteams der Internationalen Frostig- Gesellschaft.e.V. Tel./Fax: 069/813892, e-mail: Ingeborg.Milz@t-online.de
Gertrud Blaha, Dorndorf Sonderschulrektorin, Gründerin und Leiterin des staatlichen Förderzentrums "Marianne Frostig", Dorndorf, Thüringen, Mitglied des Lehrteams der Internationalen Frostig-Gesellschaft e.V., Tel.: 036963/21283, Fax: 036963/21271, www.th.schule.de/wak/foez-dorndorf
Dr. med. Peter Gabriel, Göttingen Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Facharzt für Phoniatrie und Pädaudiologie, Psychotherapie und Umweltmedizin, Mitglied des Lehrteams der Internationalen Frostig-Gesellschaft e.V., Fax: 0551/4980830
Theresia Grewe, Gilching Erzieherin mit Zusatzausbildungen, langjährige Leiterin eines Kindergartens mit Integrations- und Schulkindergarten -Gruppen, e-mail: Grewe.th@gmx.de
Lore Anderlik, Puchheim AMI-Montessori-Diplom, Montessori-Therapeutin in freier Praxis, Leitung der Montessori-Therapie-Fortbildung, Mitglied des Lehrteams der Internationalen Frostig-Gesellschaft e.V., Fax: 089/89027119, e-mail: LAnderlik@aol.com
Marianne Wiedemann, Gilching Erzieherin mit heilpädagogischer und therapeutischer Zusatzausbildung, Gründungsmitglied und Mitglied des Lehrteams der Internationalen Frostig- Gesellschaft e.V. Fax: 08105/1555, e-mail: 081051555-0001@t-online.de
Dr. phil. Christa Seidel, Starnberg Dipl.-Psychologin, Klinische Psychologin BDP, Kinderpsychologische Praxis, Frostig-Therapeutin, Gründungsmitglied und Mitglied des Lehrteams der Internationalen Frostig-Gesellschaft e.V., Ehrenpräsidentin der Internationalen Frostig-Gesellschaft e. V. Tel.: 08151/3944, Fax: 08151/73202, www.christa-seidel.de
Hannelore Lange, Greven M.S. in Education, Sonderschullehrerin, mehrjährige Lehrtätigkeit am Marianne Frostig Center in Los Angeles, Gründungs-, Vorstands-, Lehrteammitglied und Vizepräsidentin der Internationalen Frostig-Gesellschaft e.V., e-mail: manfred.a.lange@t-online.de
Organisation:
Internationale Frostig-Gesellschaft e.V., Würzburg Landesgruppe Südbayern
Dr. phil. Christa Seidel, Dipl.-Psychologin, Starnberg Bahnhofstraße 6, 82319 Starnberg, Tel.: 08151/3944, Fax: 08151/73202
Ulrike Schmidt, Herrsching Ergotherapeutin, Ergotherapeutische Praxis, Frostig-Therapeutin, Vorstandsmitglied der Internationalen Frostig-Gesellschaft e.V., Tel.: 08152/969310
Marianne Wiedemann, Gilching Fax: 08105/1555
Frostig-Konzept
Das Frostig-Konzept ist auf der Grundlage der Humanistischen Psychologie entstanden und entspricht einem ganzheitlichen Ansatz zur Förderung der kindlichen Entwicklung und zur Therapie von Lernstörungen. Es ist geprägt durch viele Einflüsse unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen und Schulen und integriert entsprechend aktueller Forschungsergebnisse pädagogische, psychologische, neuropsychologische und therapeutische Theorien und Methoden zu einem eigenständigen Konzept. Motorik (Bewegung), Sprache, alle Wahrnehmungsfunktionen, die höheren kognitiven Funktionen, die emotionale und die soziale Entwicklung werden bei Anwendung dieses Konzepts in ihrer wichtigen Bedeutung für die Gesamtentwicklung des Kindes stets in ihrem Entwicklungszusammenhang beachtet und untersucht und unter ganzheitlichen und integrativen Bedingungen gefördert oder bei vorliegenden Störungen behandelt. Dieser integrative Ansatz des Konzepts fordert die Zusammenarbeit mit den Eltern und eine interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen in besonderer Weise heraus. Das Frostig-Konzept kann in den Bereichen von Prävention, Pädagogik und Therapie eingesetzt werden.
Marianne Frostig gilt als eine Pionierin auf dem Gebiet der Diagnostik, Pädagogik und Therapie von Kindern mit Lernstörungen. Selber vielseitig als Pädagogin, Psychologin, Sozialarbeiterin und Rhythmiklehrerin ausgebildet, gründete sie 1951 in Los Angeles, Kalifornien, das Marianne Frostig Center of Educational Therapy und entwickelte dort, und später in Pasadena, Test- und Therapieprogramme in den Bereichen von Bewegung und Wahrnehmung. Diese Test- und Therapieprogramme und ihr Konzept fanden große internationale Beachtung und Anerkennung und werden noch heute in vielen Ländern angewendet. So gehört der Frostigs Entwicklungstest der visuellen Wahrnehmung FEW nach der deutschen Restandardisierung durch O. Lockowandt 1972 und der statistischen Bearbeitung durch W. Dacheneder (T-Werte) jetzt in der 9. Auflage (2000) zu den in Deutschland am häufigsten verwendeten psychodiagnostischen Testverfahren. Inzwischen gibt es eine Revision des FEW, die in USA entwickelt wurde, den DTVP 2 (Developmental Test of Visual Perception). Eine deutsche Normierung ist in Vorbereitung. Das Frostig-Konzept wurde jedoch auch in methodischer Verengung und einseitiger Betonung der Bedeutung der visuellen Wahrnehmung missverstanden und entsprechend kritisiert. Heute zählt das "Frostig-Center" in Pasadena zu den international führenden Einrichtungen zur Diagnostik, Pädagogik und Therapie von Kindern und Jugendlichen mit Lernstörungen.
Auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern (z.B. in Schweden, Österreich, Rumänien, Ungarn) wird das Frostig-Konzept heute mit Erfolg in heilpädagogischen, sonderpädagogischen, kinderpsychiatrischen, klinisch-psychologischen und therapeutischen Einrichtungen eingesetzt, in zunehmendem Maße auch im Sinne einer primären Prävention in Kindergärten, in Vorschulen und in Grundschulen. Lernbehinderte oder geistig behinderte Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsstörungen werden in Deutschland ebenso nach diesem Konzept gefördert oder therapiert wie durchschnittlich- oder überdurchschnittlich begabte Kinder und Jugendliche.
Inzwischen wurden der erste Marianne-Frostig-Kindergarten in Detmold und die ersten beiden Marianne-Frostig-Schulen in Offenbach a. M. (private Einrichtung mit Grund-, Hauptschul- und Realschulklassen) und in Dorndorf, Thüringen, (Staatliches Förderzentrum) gegründet und arbeiten nach dem Frostig-Konzept.
Es ist das Anliegen der Internationalen Frostig-Gesellschaft e.V., Würzburg, (gegründet 1985), das Frostig-Konzept durch Fachtagungen, Jahreskongresse und Publikationen genauer bekannt zu machen, in Diagnostik, Pädagogik und Therapie weiterzuentwickeln, an neuen didaktischen Materialien und Programmen zur Wahrnehmungsförderung zu arbeiten und einer falschen und methodisch verengten Anwendung des Frostig-Konzepts entgegenzuwirken. Durch ein interdisziplinäres Weiterbildungsprogramm wird, entsprechend der nachgewiesenen Grundberufe, zum Frostig-Pädagogen bzw. zum Frostig-Therapeuten weitergebildet und mit der Vergabe von Marianne-Frostig-Zertifikaten zur Qualitätssicherung des Frostig-Konzepts beigetragen.
Nach den Ergebnissen der Pisa-Studie müssen wir uns neuen pädagogischen Herausforderungen stellen - gerade im Kindergarten- und Grundschulalter. Jedem Kind seine Chance - dieser Herausforderung stellt sich die Fachtagung.
Bei allen Referaten dieser Fachtagung wird großer Wert auf den Bezug zur Praxis im Kindergarten- und Grundschulbereich gelegt. Das Programm dieser Fachtagung und Angaben zum Frostig-Konzept unter: www.frostig-therapie.de. Auf Anfrage wird das Programm zugeschickt (Fax: 08151/73202).
Nähere Informationen zur Internationalen Frostig-Gesellschaft e.V., Bernerstr. 10, 97084 Würzburg, Tel.: 0931/6675350, Fax: 0931/661355, und zu dem Weiterbildungsprogramm der Gesellschaft (Marianne-Frostig-Zertifikat): www.frostig-gesellschaft.de
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